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Definition: Dienstleistungen
Kategorie: Zahlungsbilanzen, IMF
Die Dienstleistungsbilanz ist die zweite wichtige Teilbilanz der Leistungsbilanz. Zu den Dienstleistungen gehören traditionelle Positionen wie Reiseverkehr und Transportleistungen, aber auch Positionen wie Kommunikationsleistungen, Finanzdienstleistungen und EDV-Leistungen, Patente und Lizenzen und zahlreiche andere Arten von sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen, die im internationalen Dienstleistungsverkehr eine immer größere Rolle spielen. Die Produktion von Dienstleistungen und auch der grenzüberschreitende Handel mit ihnen unterscheiden sich von der Produktion von Waren und dem Warenverkehr. Der internationale Warenverkehr findet unabhängig von der Produktion der Waren statt. So können Waren z. B. in einer Volkswirtschaft produziert und dann an Gebietsansässige einer anderen Volkwirtschaft geliefert werden, die zum Zeitpunkt der Produktion bekannt sein können, aber nicht müssen. Die Produktion einer Dienstleistung erfolgt dagegen aufgrund einer Vereinbarung, die vor dem Zeitpunkt dieser Produktion zwischen einem Produzenten in einer Volkswirtschaft und einem Verbraucher oder einer Gruppe von Verbrauchern in einer anderen Volkswirtschaft getroffen wurde. Zwischen dem internationalen Dienstleistungsverkehr und der internationalen Dienstleistungsproduktion besteht somit eine enge Verbindung, denn an dem Produktionsprozess sind bereits ein Gebietsansässiger und ein Gebietsfremder beteiligt. Dennoch sind Waren und Dienstleistungen nicht immer klar voneinander abgegrenzt; dem Warenverkehr zugerechnete Transaktionen können ein Dienstleistungselement enthalten und umgekehrt.
Quelle:
Internationaler Währungsfonds (IMF), "Zahlungsbilanzhandbuch", Fünfte Ausgabe, Washington D.C., 1993
Internationaler Währungsfonds (IMF), "Zahlungsbilanzhandbuch", Fünfte Ausgabe, Washington D.C., 1993
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